Empfang im Roten Rathaus

Die Beauftragte für Bürgerschaftliches Engagement des Landes Berlin, Staatssekretärin Hella Dunger-Löper, würdigt im Namen des Landes Berlin den unermüdlichen Einsatz der Berliner Stolperstein-Initiativen und  gibt am Montag, 17. März 2014, um 17 Uhr im Berliner Rathaus einen Empfang für die Akteurinnen und Akteure. In Berlin erinnern 5300 Stolpersteine an deportierte Juden. Sechs davon gibt es im Gleimviertel oder sollte es geben.

Leider können inzwischen nur 4 verifiziert werden. Die beiden Stolpersteine in der Korsörer Straße 18 für Melchior Gruda und 25 für Alexander, Betti und Röschen Michaelis haben wir nicht mehr aufgefunden. Die von Max Heidenfeld, Kopenhagener 18, Gustav und Clara Selig am Kinderspielplatz Kopenhagener/Ecke Rhinower und die von Georg Streiter /Schönhauser 130 sind noch da. Bisher hat es bei uns im Gleimviertel noch keine nazistischen Anschläge wie an anderer Stelle gegeben. Wir denken das bleibt auch so.

aus der Presseerklärung:

„Seit 20 Jahren erinnert der Kölner Künstler Gunter Demnig mit seinen ins Straßenpflaster eingelassenen 10 mal 10 cm großen und ca. 2 kg schweren Betonquadern an die Verfolgten der Nationalsozialisten. Inzwischen sind Stolpersteine durch ihre Verbreitung in über 900 deutschen Städten und Gemeinden sowie in 17 Staaten das „größte dezentrale Denkmal“. Sie dokumentieren eindrücklich die europäische Dimension der systematischen Vernichtung von Juden und Sinti und Roma.

Stolpersteine verweisen u.a. aber auch auf die Opfer der „Euthanasieprogramme“, auf die Verfolgung von Homosexuellen, Widerstandskämpfern und vermeintlichen „Asozialen“, denn anders als andere Denkmäler kann mit Stolpersteinen an alle Verfolgtengruppen gleichermaßen gedacht werden.

Sein Kunstprojekt bezeichnet Gunter Demnig als „soziale Skulptur“. Die vielen unterschiedlichen Partizipationsmöglichkeiten, die sich jedem Einzelnen innerhalb dieses Projektes bieten, verweisen immer wieder eindrücklich auf diesen sozialen Aspekt.

In jedem Berliner Bezirk gibt es inzwischen eine Stolperstein-Initiative, die Anlaufstelle für die Verlegewünsche vieler Angehöriger von NS-Verfolgten aus dem In- und Ausland ist. Auch zahlreiche Hausgemeinschaften, Privatpersonen und Schulklassen wählen Stolpersteine als ihren Weg einer unmittelbaren Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Der Großteil der vielfältigen Arbeiten rund um die Verlegung von Stolpersteinen wird in den Bezirklichen Initiativen ehrenamtlich geleistet und dies seit fast 15 Jahren“

Hartmut Dold

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20 Jahre Stolpersteine

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