Erhellendes Interview mit Stadtrat Kirchner

Gegenüber der Prenzlberger Stimme gab Stadtrat Kirchner/Grüne kürzlich ein interessantes Interview ab. Es ging um die Perspektiven des Thälmannparks und insbesondere um die Fläche des ehemaligen Güterbahnhofs an der Greifswalder. Die haben bekanntlich private Investoren rechtzeitig gekauft. Sie wollen dort Wohnungen bauen und Rendite machen. Die Anwohnerinitiative will dort eine Grünfläche, Kirchner einen Schulcampus. Das wurde in dieser Deutlichkeit bisher noch nicht formuliert.

Er bezweifelt das die AI für die Mehrheit der Bewohner spricht. Eins muss man Kirchner zu Gute halten. Er hat erkannt das es um Interessen geht, wie immer in der Politik. Dazu kommen noch Macht und Geld! Das unterscheidet die Kommunalpolitik nicht unbedingt von der staatlichen Ebene.

Generell scheint Grünen-Stadtrat Kirchner ein Problem mit Grünflächen zu haben. Nicht, dass er sie nicht möchte, aber er weiß um die Kosten der Pflege und um den Erhalt. Da ist er ganz der Behördenleiter.

Interessant ist seine Haltung zum Eigentümer, der ja schon mal in der Gleimstraße 52 durch Vertragsbruch auffällig war. Hier ist Kirchner ganz der Macher und Pragmatiker.

Interessant wird es durch die Erklärung des Thälmannparks als Denkmal der zentralen Berliner Denkmalliste. Inwieweit sich das auch auf die „Randbebauung“ auswirkt bleibt bisher unbeantwortet. Das wird noch interessant!

Wenn sich auf einer Brache mitten in einer Großstadt 20 Jahre lang nichts tut, siedeln sich diverse Bewohner an. Das sind nicht nur Ratten. Vielleicht sollte man Fotofallen aufstellen, um Füchse, Waschbären oder andere Gäste zu dokumentieren. Es ist ein eigenes Biotop geworden, für Menschen unansehnlich, für Tiere die ideale Nahrungsquelle. Was nun?

Hartmut Dold

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Schulcampus auf dem Güterbahnhof Greifswalder?

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