Feuerwerk mit Putin

Heute sind die 22.Olympischen Winterspiele in Sotschi, dem bekannten subtropischen Ort Russlands zu Ende gegangen. Das Ereignis dauerte 16 Tage lang. Das Spektakel war grandios. Die Leistungen und Emotionen der Sportler sowieso. Dazu eine stimmungsvolle Auftakt-und Schlussveranstaltung. Was bleibt?

Wir waren natürlich nicht vor Ort, dafür aber am Fernseher. Allen Unkenrufen zum Trotz hat Russland super Spiele hinbekommen. Kurze Wege, perfekte Sportanlagen, tolles Wetter und die grandiose Bergkette des Kaukasus von der Abendsonne beleuchtet.

Im Unterschied zur vorbereiteten schwarz-weiß Konserve der deutschen Medien, waren die Beobachter vor Ort und die Sportler selbst angetan. Wer einmal in der Sowjetunion oder Russland war, weiß um die Warmherzigkeit der Russen. Das mussten sogar unbedarfte Berichterstatter erkennen.

Natürlich war es eine Art Käseglocke. Aber was unterscheidet sie von den G 7, 8 oder 9 Gipfeln? Machen wir damit Propaganda für Putin? Mitnichten.

Wir hassen Präsidentenkolonnen mit Blaulicht, abgesperrte Straßen und Bürgersteige und Scharfschützen auf den Dächern der Häuser. Wir kennen das von der Greifswalder Straße in Berlin, auf unserem täglichen Weg zur Arbeit. wenn der Politbüro aus Wandlitz unterwegs war. Das war ja so was von Bescheiden im Vergleich zu heute. Trotzdem hat es uns damals empört!

Wir sind froh, dass Putin während der Ereignisse in der Ukraine mit Sotchi beschäftigt war. Er wollte sich nicht die Laune verderben lassen und sich vom IOC und der Weltöffentlichkeit belohnt wissen. Aber ist das nicht ein hoffnungsvolles Signal? Er buhlt doch förmlich um internationale Anerkennung als Großmacht und um Respekt. Eine Lösung in der Frage: wie weiter in der Ukraine, wird es ohne Russland nicht geben. Man kann auch anders wie der Fall Georgien beweist.

Zurück zu den Spielen

Als langjähriger Konsument von olympischen Spielen, bin ich vom Auftreten der deutschen Olympiamannschaft eher peinlich berührt. Das betrifft nicht die Leistung Einzelner (großartig!) oder einer Mannschaft, ihr Engagement oder ihre Leistungsbereitschaft und dem Willen zu Sieg, sondern eher die Peinlichkeit zwischen Anspruch und Wirklichkeit der Funktionäre.

Dazu haben wir als eine von drei Nationen einen Dopingfall. Schlimmer geht’s nimmer! Ich kann mich an kein so schlechtes Abschneiden seit Jahrzehnten erinnern.

Hartmut Dold

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Sotschi Ade

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