Was wird aus der Geschichte?

Will der Investor der Nordbebauung des Mauerparks seine Baupläne durchziehen, muss er sich der Geschichte stellen. Kein Baugrund in Mitte ist frei davon. Todesstreifen und Bauch der SS sind hier die geeigneten Schlagwörter. Wird sich der Investor dazu positionieren, eventuell eine Gedenktafel anbringen, das historische Erbe erforschen lassen? Das würde ihm sicher gut tun.

Der international meist gelesene Artikel auf unserer Webseite ist der vom Bauch der SS-Gleimstraße 62. Dort berichten wir über das Hauptwirtschaftslager der SS und über den Nordbahnhof, über den ein Teil der Deportation Berliner Juden in die Gaskammern verlief. Dem kann man nicht gleichgültig gegenüberstehen.

Im Gleimviertel selbst wurden ab 1940 die Juden vertrieben. Allein aus der Gleimstraße sind 17 Fälle dokumentiert.

Die Rolle der Reichsbahn bei der Deportation ist noch weitgehend unerforscht, aber ziemlich eklig. Sie lies sich den Transport mit 2 Pfennig je Person und Kilometer vergüten. Das entsprach der Häfte des 3.Klasse Tarifs. Es gab Rabatt wegen der Sammeltransporte. Bezahlt wurde entweder durch die Deportierten selber oder durch das RSHA.

Lieber Herr Groth, wäre das nicht eine einmalige Chance für eine positive Selbstdarstellung? Muss ich mich jetzt an ihre klinisch tote Webseite „Mauerpark im Dialog“ wenden, um gehört zu werden. Soll ich einen offenen Brief schreiben? Bitte helfen Sie mir.

Hartmut Dold

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Der Bauch der SS – Mauerpark Nordbebauung

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