Vom Parteitag der SPD in Leipzig

Stehende Ovationen, der Präsident hat Tränen in den Augen. Begeisternde Ulli, Ulli Rufe schallen durch den Saal. Ein Bericht vom Parteitag der SPD in Leipzig? Mitnichten – schon der Vorname stimmt nicht. Er hätte Sigmar, Sigmar lauten müssen. Im Unterschied zur Mitgliederversammlung des FC Bayern München, war die Stimmung auf dem Leipziger Parteitag der SPD eher gedrückt. Schlimmer noch. Die Vorständler wurden abgestraft.

Der Vorsitzend der Partei, Sigmar Gabriel, erhält 8% weniger als beim letzten Mal. (83,6%). Bei der Vizevorsitzenden Hannelore Kraft (85,6%) , einst Liebling der Partei, lag das Minus im zweistelligen Bereich. Peinlich wurde es für die Generalsekretärin Andrea Nahles mit 67,2%. Der Hamburger Oberbürgermeister Olaf Scholz erhielt nur 0,1 Prozent mehr.

Vorzeigbare Ergebnisse erhielten nur der Präsident des Europaparlaments Martin Schulz mit 97,9 %  und der Mann mit dem Doppelnahmen Thorsten Schäfer-Gümbel aus der hessischen Provinz mit 88,9 %.

Apropos Provinz

Einige Landesvorsitzende wurden erst im 2. Wahlgang gewählt. Darunter auch Jan Stöß/Berlin und Thomas Woidke/Brandenburg. Muss sich jetzt der neue Vorstand ein anderes Parteivolk wählen oder umgekehrt. Die Nagelprobe wird die Mitgliederbefragung zur großen Koalition sein. Es wird eng. Eine Spekulation verbietet sich, oder?

Wie man gerüchteweise hört, hat sich der Kreisvorstand der Pankower SPD für eine große Koalition ausgesprochen. Das hätte den Vorteil, dass ihr Bundestagsabgeordneter nicht durch mögliche Neuwahlen sein Mandat verlieren würde.

Hartmut Dold

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Das große Bibbern

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