Bürgerwerkstatt Mauerpark:

Keine Einigung zur Bebauung

Auf der heutigen Jurysitzung zur Prämierung der Entwürfe des städtebaulichen Wettbewerbs Mauerpark haben die vier Delegierten der Bürgerwerkstatt Mauerpark die Sitzung vorzeitig verlassen. Der Versuch, die Bebauungswünsche des Wettbewerbsauslobers Vivico mit den Bürgerinteressen von Wedding und Prenzlauer Berg zu einem Kompromiss zu bringen, ist erst einmal gescheitert.

Die Vertreter der Bürgerwerkstatt können nicht die zu massiven Bauten an der Bernauer Straße und nördlich des Gleimtunnels mittragen. Die Bürgerwerkstatt will einen lebendigen großen Park, der sich nicht mit der in den Entwürfen vorgesehenen umfangreichen Bebauung verträgt. Die Randbebauung ist sowieso für die Bürgerwerkstatt nur ein mit Bauchschmerzen mitgetragener Kompromiss, um eine Parkerweiterung um sechs Hektar im Gegenzug zu erhalten.

Ein solcher Versuch ist angesichts vieler im Wettbewerb unberücksichtigt gebliebener Forderungen der Bürgerwerkstatt nicht tragfähig. Die Bürgerwerkstatt kämpft aber weiter für einen attraktiv fertiggestellten Mauerpark.

Die Tür zu Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer Vivico, aber auch der verantwortlichen Politik von Bezirk und Senat, ist nicht zugeschlagen. Doch dann müssen die städtebaulichen Eckpunkte der Bürgerwerkstatt eine ganz wesentliche Grundlage sein.

Delegierte der Bürgerwerkstatt Mauerpark

Manja Ehweiner
Dr. Rainer Krüger
Alexander Puell
Sadik Tastan

11.02.2011

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Delegierte verlassen Jurysitzung

Ein Gedanke zu „Delegierte verlassen Jurysitzung

  • 19. Februar 2011 um 02:02
    Permalink

    Der Auszug der Delegierten der Bürgerwerkstatt aus dem städtebaulichen Verfahren erfolgt mindestens acht Wochen zu spät und dann noch halbherzig, ohne den mehr als naiven Irrweg einzuräumen, den man verfolgte. Die Rahmenbedingungen für den Wettbewerb waren in der Auslobung, die den Delegierten bekannt war, klar vorgeben. Sie entsprach den Vorgaben des B-Plan-Entwurfs. Ein teilnehmendes Büro, das die Vorgaben nicht eingehalten hätte, wäre sofort ausgeschieden. Warum sollten die Büros für den Papierkorb arbeiten.
    Es war alles vorgeben und klar, – nur die Delegierten der Bürgerwerkstatt haben, aus welchen Gründen auch immer, so getan, als ob Sie nicht objektiv die Legitimationsstaffage für die Bauherren sind. Das war weithin sichtbar und Gothe hat daraus nicht mal versucht ein Geheimnis zu machen.
    Die Delegierten der Bürgerwerkstatt ließen sich dann noch in ihrem Trotz dazuhinreißen selbst die Bebauung des Mauerparks zu fordern (zwar weniger, aber Bebauung). Im Vorbeigehen haben sie dann noch immanent eine Bebauung des Spielplatzen an der Wolliner Ecke Bernauer gut geheißen.

    Es ist an der Zeit zum eigentlich Ziel zurückzufinden:
    Mauerpark. Bauen wollen die Andern – wir wollen Park.

    Der Bürgerverein hat gestern ein ersten Schritt in diese richtige Richtung getan. Das war der Austritt aus der Instrumentalisierung. Jetzt muss der Wiedereintritt in die gemeinsame Arbeit mit den Leuten aus dem Brunnenviertel, von der Oderberger, vom Arkonaplatz etc. folgen.
    Michail Nelken, Gleimviertel

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