Ein deutscher Schicksalstag

Der 9. November ist in der deutschen Geschichte ein ganz besonderes Datum. Im Jahr 1918 fand die Novemberrevolution statt und die Republik wurde ausgerufen. 1938 begannen am 9. November die Pogrome gegen jüdische Bürger. Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer. Da waren wir sogar dabei.

Der Pankower Bürgermeister Matthias Köhne hat dazu aufgerufen am 9.November 2013 die Stolpersteine im Stadtbezirk mit Blumen und Kerzen zu schmücken, um so der ermordeten Juden in Pankow zu gedenken.

Er selbst wird am Abend offiziell die feierliche Benennung des umgestalteten Platzes nördlich der Bornholmer Straße vor der „Bösebrücke“ mit seinem Kollegen Christian Hanke aus Mitte vornehmen. Der Name des Platzes wird dann „Platz des 9. November 1989“ lauten. Gleichzeitig wird eine neue Wegeverbindung vom Mauerweg zur Bornholmer Straße eingeweiht. Der Bau der neuen Wegeverbindung kostete ca. 530.000 Euro und wurde durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und die S-Bahn Berlin finanziert.

Was ist mit der Novemberrevolution?

Die kommt als Gedenktag in diesem Jahr nicht vor. Es ist mit 94 Jahren auch auch kein runder Termin. Für die CDU sowieso kein Thema aber auch SPD und LINKE tun sich schwer.

Schaut man genau hin ist die Ausrufung der Republik durch Philipp Scheidemann (SPD) auch kein Ruhmesblatt für die altehrwürdige Partei. Die Linke hat ihren Gedenktag am 13. Januar. Ihr Gedenken gilt der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht am 15. Januar 1919 durch eine paramilitärische Freicorps-Einheit. Dabei hatte auch Karl Liebknecht am 9. November im Berliner Lustgarten die Republik ausgerufen, allerdings eine sozialistische.

Hartmut Dold

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Der 9. November

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