Bügeleisen und Wasserkocher funken per WLAN

Kürzlich wurde in Russland eine Ladung chinesischer Bügeleisen entdeckt, die Computer und Netzwerke in 200 Meter Umgebung mit Malware und Spams verseuchen. Wir hatten kürzlich auch einen Ausfall unseres Netzwerks im Kieztreff. Ein Bügeleisen haben wir nicht und der Wasserkocher ist älterer Bauart. Im Endeffekt war es ein Defekt einer Hardware-Komponente. Aber wer weiß was noch passiert.

Die Urheber der Bedrohung sind sogenannte Rogue Chips. Die gab es bisher in Spielkonsolen oder Netzwerkkomponenten. Dass sie jetzt in Haushaltsgeräte stecken sollen ist neu. Gefährlich wird es, wenn sie in der Nähe von Firmennetzwerken deponiert werden, deren WLAN nicht hinreichend geschützt ist. Sie nehmen dann Kontakt auf und verseuchen das Netz mit Trojanern und Viren. Ob das ganze eine russische Ente ist konnte nicht verifiziert werden. Jedenfalls hat der halbstaatliche russische Fernsehsender Rossiya 24 darüber berichtet.

Cyberwar auf chinesisch? Vielleicht gelingt es den Produzenten, massenhaft solche Geräte an bestimmte Hauptquartiere zu verkaufen.
Deren Mitarbeiter nutzen bestimmt auch das eine oder andere Haushaltsgerät. Das wäre mal eine besonders günstige und gewinnbringende Variante im Cyberkrieg. Das Bügeleisen – die Waffe des kleinen Mannes gegen milliardenschwere Institutionen und Programme? Was es alles gibt!

Hartmut Dold

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Aktion Bügeleisen

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