Auszeichnung verliehen

Was haben Berlin-Pankow, Hamburg-Mitte, Andernach, Arnsberg, Bad Hersfeld und Sondershausen gemein? Sie wurden von der Deutschen Umwelthilfe und der Stiftung „Lebendige Stadt“ als „lebenswerte Stadt“ ausgezeichnet. Der Berliner Nordbezirk hatte sich mit seinem 100 Höfe- Programm beteiligt.
„Alle sechs Siegerprojekte zeigen, dass Erholung im Grünen mitten in der Stadt nicht nur möglich, sondern stadtplanerische Messlatte ist. Eine sinnvolle und kreative Grünflächenplanung gehört zu modernen Stadtentwicklungskonzepten einfach dazu. Und sie bezieht die Menschen vor Ort aktiv mit ein. So arbeiten Lokalpolitik, Verwaltung und Bürgerschaft gemeinsam daran, dass unsere Städte auch in Zukunft lebenswert bleiben“, so Harald Kächele, Bundesvorsitzender der DUH.
Solche Worte hören wir gerne. Das sollten sich die Stadtplaner von Mitte und Senat hinter die Ohren schreiben, wenn sie den Nordteil des Mauerparks zubetonieren.
Machen 100 grüne Höfe eine lebenswerte Stadt?
Die allein wohl nicht. Aber Pankow scheint auf einem guten Weg. Das Millionengrab Bezirksamtsgelände Fröbelstraße ist man unlängst an den Senat (BIM) losgeworden. Die frei werden Mittel könnten sinnvoll eingesetzt werden. Z.B. für die Sanierung der maroden Spielplätze.
Apropos Höfe:
Soll jetzt nicht wieder ein von den Bewohnern liebevoll begrünter Innenhof durch Luxussanierung plattgemacht werden? Es geht um das Haus in der Kopenhagener Straße 46. Wir haben bereits darüber berichtet. Vielleicht sagt ja mal der Grünen-Stadtrat seinem Bauamt wegen dem Bauantrag des Investors Bescheid. Der ging von einem weitgehend leer stehenden Haus aus. Immer die gleiche Masche.
Aber ist gibt ja einen neuen Wettbewerbsaufruf:
Die Deutsche Umwelthilfe und Stiftung „Lebendige Stadt“ ruft Städte und Gemeinden zur Teilnahme am Wettbewerb „Lebenswerte Stadt – Natur und städtisches Leben ohne Widerspruch“ auf.
Gesucht würden kreative Stadtentwicklungsprojekte, die städtisches Grün fördern und dabei die Bevölkerung aktiv einbeziehen. Die Natur sei ein zentrales Element für Umwelt- und Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden. Stadtnatur bietet den Stadtbewohnern Raum für Spiel, Sport und Erholung und leistet damit einen wichtigen Beitrag, das Wohn- und Arbeitsumfeld lebenswert zu gestalten.
Gleichzeitig biete Stadtnatur Lebensraum für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten. Urbaner Natur- und Artenschutz steht dabei nicht im Widerspruch zu Wohnen, Arbeiten und Freizeit. Im Gegenteil: Stadtgrün ist sogar ein wichtiger Standortfaktor.
Da sind wir als Bürgerverein auch schon draufgekommen, nur scheint im Augenblick die Bau-Lobby zu obsiegen
Aber Pankow könnte sich doch erneut beteiligen und die Bewohner von Kop 46 sich gleich mit. Stadtrat Dr.Kühne, der den Preis in Leipzig entgegennahm begrüßte bekanntlich derartige Vorhaben ausdrücklich und wies auf die Vorreiterrolle Pankows hin. Vielleicht sollte er mal mit dem Grünen Stadtrat die Rollen tauschen – aber wer weiß…?
Hartmut Dold
Please follow and like us:
Pankow – lebenswerte Stadt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.