S-Bahn fahren in Berlin

Leider sind wir seit einiger Zeit gezwungen mit der S-Bahn zu fahren. Die schöne Zeit, wo wir radelnd unseren Arbeitsort erreichen konnten, ist vorbei. Jetzt stehen wir an der S-Bahnstation Schönhauser Alle und hören fast täglich die bekannte Ansage. Mal ist es eine Betriebsstörung, mal ein Polizeieinsatz. Dann sind es technische Probleme, Rettungseinsätze, die Feuerwehr oder Kabeldiebe. We weiß was als nächstes kommt.

Für das was man bezahlt bekommt man zu wenig. Egal ob im Berufsverkehr oder außerhalb der Stoßzeiten: Um einen Sitzplatz zu erhaschen muss man flink sein und ein bisschen drängeln. Auf keinen Fall sollte man den Fehler machen sich am Anfang oder Ende des Bahnsteigs zu stellen. Die Züge sind oft so kurz, dass dann nur noch ein kurzer Sprint Richtung Mitte hilft. Hat man es geschafft nerven einen die Handybesitzer, von denen man umzingelt ist. Dafür kann die S-Bahn nichts.

Eigentlich sind wir immer wieder froh, am Ziel angekommen zu sein. Meistens nicht pünktlich. Wir können uns das leisten. Aber was ist mit den Berufstätigen, deren Arbeitsbeginn elektronisch gespeichert wird. Sollte ein Flughafen oder ein Fernbahnhof rechtzeitig erreicht werden, empfiehlt es sich eine Pufferzeit gleich einzukalkulieren.

Eines ist sicher, der nächste Winter steht vor der Tür. Und die nächste Preiserhöhung kommt bestimmt. Vielleicht dann auch die vesprochene Entschädigung für die zahlreichen Zugausfälle? Uns graust schon davor. Ich will wieder Rad fahren können!

Hartmut Dold

Please follow and like us:
Zug fällt aus

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.