Stefan Liebich holt den Wahlkreis 76 Berlin-Pankow

Nachdem Stefan Liebich/LINKE bereits vor 4 Jahren überraschend W.Thierse/SPD den Pankower Wahlkreis bei Bundestagswahlen abgenommen hatte, konnte er gestern dieses Ergebnis wiederholen und sich das Direktmandat sichern. Damit bleibt Pankow rot.

Mit 28,3% der Erststimmen liegt er relativ deutlich vor dem Zweitplatzierten Lars Zimmermann/CDU, 23,9%. Etwas überraschend schon, dass es Klaus Mindrup/SPD mit 21% nur auf Platz drei geschaft hat. Noch enttäuschender die 14,7% für Andreas Otto/Grüne, der bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus 2011 noch klar vorne lag. Offensichtlich ist er Opfer des bundespolitischen Trends.

Ein Trost bleibt den Parteifreunden von den Grünen und der SPD. Sie werden wahrscheinlich über die Landesliste ihrer Parteien in den Bundestag einziehen. Das war für den überraschend starken Zweiten Zimmermann von vorn herein ausgeschlossen.

Insgesamt haben 175.026 Wähler ihre Stimme abgegeben. Davon die erstaunlich hohe Zahl von 47.214 Briefwähler. Die Wahlbeteiligung stieg von 71,5% auf 74,4%. Da braucht sich Pankow vor dem bundesweiten Durchschnitt oder vor dem anderer Berliner Bezirke nicht verstecken. Ein Sieg der Demokratie!

Insgesamt gilt für Berlin:

Der Osten ist rot, der Westen schwarz. In der Mitte eine einsame grüne Insel, der Wahlkreis 83 des politischen Urgesteins der Grünen Christian Ströbele, mit dem Wortungetüm-Namen, Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg-Prenzlauer Berg Ost. Da sind wir über Pankow froh.

5 Wahlkreise hat die CDU gewonnen, 4 die LINKE, 2 die SPD und wie gesagt einer von Hans-Christian Ströbele/Grüne.

Was sagt das aus?

Bestimmt sehr viel. Aber wir werden uns jeglicher Kommentare enthalten, sind doch die Mitglieder der einen oder der anderen Partei in unserem Bürgerverein vertreten. Aber einen Seitenhieb wollen wir uns nicht verkneifen. In Mitte hätten wir es besser gefunden, wenn die Befürworter einer Mauerpark-Nord-Bebauung nicht obsiegt hätten. Wenn man dann im letzten Kandidatencheck kneift und ein innerparteiliches Glückwunschschreiben an die Kandidatin zwei Tage vor der Wahl in die Öffentlichkeit gerät, finden wir das peinlich. Sorry liebe Genossinnen und Genossen!

Hartmut Dold

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Pankow hat gewählt!

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