Wichtiger Meilenstein oder Spektakel?

Am 24.Juli um 10 Uhr startet die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt die Öffnung des Mauerparks von Weddinger Seite aus. In der Einladung ist von einem historischen Moment die Rede, da erstmals das Brunnenviertel mit dem Nachbarbezirk über die ehemalige Bahnfläche hinweg verbunden wird. Staatsekretär Gaebler, Bezirksstadtrat Spallek und C.Schmidt von der Grün Berlin GmbH werden die Grußworte sprechen.
Was für ein Aufwand für eine temporäre Nutzung!

So heißt es glasklar in der Einladung:

„Ich freue mich sehr, Sie im Rahmen eines offiziellen Pressetermins am 24.07.2013 zur Eröffnung einer neuen, grünen Verbindung zwischen den Bezirken Mitte und Pankow einzuladen. Gleichzeitig ist dies auch der Beginn einer temporären Nutzung der Erweiterungsfläche des Mauerparks, die von verschiedenen Akteuren vor Ort initiiert wurde.“

Temporär, das ist die entscheinende Frage. Warum wird immer wieder die Zeitweiligkeit betont? Lohnt sich dann überhaupt ein Bürgerangagement, wie das von den Mauerparkbegrünern und anderen Initiativen aus dem Brunnenviertel? O.K., was man hat, das hatt man, und es kann nicht so leicht zurück gedreht werden. Daumen hoch!

Aber was ist mit folgenden Fragen:

Werden an der Lortzingstraße Ampeln aufgestellt, um an der neuen Verbindung zum Mauerpark, die Bürger vor den Baufahrzeugen für die Bebauung des nördlich des Gleimtunnels gelegenen Teils des Mauerparks zu schützen, oder wird das Ganze rückabgewickelt, wie es im „Mauerparkvertrag“ dem Investor eingeräumt wird?

Und was ist mit den 3 ha weiter südlich, in Richtung der Bernauer Straße. Wann werden die herausgerückt? Oder wird zum Schluß die Groth Gruppe am südlichen Teil des vakanten Gebiets bauen? Wir wollen es jedenfalls mal gefragt haben!

Hartmut Dold

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Mauerpark – Temporär?!