Abgesang?

Über die Kopenhagener Straße 67 und auch über das gegenüberliegende Haus Nr.13 haben wir schon berichtet. Nachdem pünktlich zu Anfang der Frostperiode Mitte Dezember die Bauarbeiten wieder aufgenommen wurden, haben die letzten Mieter aufgegeben.

Inge Bergk, die taffe 78-jährige Rentnerin hat sich im Herbst nach einem Sturz den Oberschenkelhals gebrochen und ist ins Krankenhaus gekommen. Wir hoffen, sie lebt wohl bei Ihrer Tochter, denn in ihrer Wohnung war seit dem kein Licht mehr zu sehen. Ob ihre Katze „Mulli“ noch lebt ist unbekannt, vielleicht hat sie ja mehrere Leben und Ratten gibt es genug.

Was aus Frau Ospelt und Herrn Ebert geworden ist, wissen wir nicht. Hoffentlich haben sie wenigstens noch eine akzebtable Abfindung verhandeln können.

Seit dem räumen Männer das Haus leer, meist zu zweit. Ihr Nettoverdienst würde uns interessieren, aber es gibt Verständigungsschwierigkeiten. Auf dem Hof türmt sich Schutt und im Hausflur hängen Briefkästen, sofern noch vorhanden, aus ihren Angeln. Dafür gibt es zwei große Schuttcontainer vor der Haustür und seit dem neuen Jahr hängt ein großes Bauplakat an der Fassade, auf dem die Immobilienfirma Ziegert verkündet: „Hier enstehen Eigentumswohnungen und Gewerbeeinheiten“.

Erste Interessenten, die auf dem Hof gestikulierend Pläne diskutierten, wurden auch schon gesichtet. Die neuen Eigentümer. Sie haben es wiedermal geschafft!

Apropos Bauplakat: Lift, Balkone und Terassen? War da nicht kürzlich mal was?

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Hartmut Dold

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Kop 67 – der letzte Akt 1
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