Sie sind schon auffällig, die Männer in den blauen Overalls mit der Aufschrift „Vattenfall“ am Revers. Zuletzt wurden sie in Höhe der Kopenhagener Straße 67-65 gesichtet. Offensichtlich sollen die Rohre der Fernwärmetrasse Richtung Mauerpark vorangetrieben werden. Parallel dazu, in der Gleimstraße ist, man schon weiter. Die Trasse reicht jetzt bis an das einschlägig bekannte Haus Nr. 52, nur noch 100 Meter vom Gleimtunnel entfernt.

Auch in der Ystader Straße wurde schon fleißig gebuddelt und zugebuddelt. Jetzt wird in der Körsörer Straße der Belag aufgerissen. Bis zu Nr.23 soll es gehen, in Steinwurfweite vom Mauerpark entfernt, vorerst. Damit wird eine Versorgung des Baufeldes Nord im Mauerpark mit Fernwärme von Vattenfall immer wahrscheinlicher und konkreter.

Das war im städtebaulichen Vertrag („Mauerparkvertrag“) bereits so vorgesehen. In §7/Abs.1 heißt es: “Die Vertragspartner gehen davon aus, dass die Erschließung des Wohngebiets mit Elektrizität und Wasser sowie die Abwasserentsorgung durch die in der Gleimstraße und in der Schwedter Straße vorhandene Infrastruktur erfolgt. Sollte dies nicht der Fall sein, wird Berlin die zuständigen Versorgungsträger im Rahmen ihrer bestehenden gesetzlichen und vertraglichen Verpflichtungen veranlassen, die Erschließung zeitgerecht sicherzustellen.” Und in §7/Abs./3: “Die Regelungen der Abs.1 und 2 gelten für Gas, Fernwärme und Telekommunikation entsprechend.”

Es ist kaum zu glauben, dass sich Vattenfall dieses lukrative Geschäft entgehen lassen wird und die Politik ist dabei der kongeniale Partner. Aber wie wird der Anschluß des zukünftigen Baugebietes im Norden konkret erfolgen? Durch den Gleimtunnel, über den Kinderspielplatz, vor oder hinter dem Kletterfelsen von der Schwedter Straße aus? Es bleibt spannend und man sollte wachsam sein. Hintergrundinformationen

Hartmut Dold

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Vattenfall treibt Fernwärmetrasse in Richtung Mauerpark!
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