Diese Wohnungen braucht das Land!

Man traut es diesem distinguiert und sympathisch wirkenden älteren Herrn kaum zu. Aber scheinbar überall wo in Berlin auf exponierten Flächen gebaut wird oder wo früher Immo AG drauf stand steckt Klaus Groth drin. Sei es der Mauerpark, das Gelände am Hauptbahnhof („Europa-City“), die Beuth-Höfe hinter dem Spittelmarkt, der „Diplomatenpark“ am Tiergarten, das Gebiet des ehemaligen Truppenübungsplatzes der Amerikaner in Lichterfelde-Süd („Parks Range“) oder „Flottwell Living“ am Gleisdreieck.

Groth baut nicht im unteren Preissegment sondern Luxuswohnungen. Das ist aus seiner Sicht verständlich, sind sie doch gegenwärtig stark nachgefragt, sofern die Lage stimmt.

Oft wehren sich Bürgerinitiativen gegen die aus ihrer Sicht zu massiven Bebauungspläne. So geschehen im Mauerpark und auch in Lichterfelde-Süd wehrt sich  eine Bürgerinitiative.

Wer wissen will, wie die Groth Gruppe vor oder in B-Plan Verfahren damit umgeht, sollte sich die Sitzung des BVV Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt Mitte zu Gemüte führen. Dort drohten die Anwälte von Klaus Groth der Bürgerwerkstatt in einer Art und Weise, dass sie einem schon leid tun konnte. Wahrscheinlich sollten dem Patienten nur die Instrumente gezeigt werden, denn von der Sache her war der Inhalt des Briefes der Anwaltskanzlei mit den vielen Namen drauf  anfechtbar und medial eher kontraproduktiv.

Aber vielleicht scheut der eine oder andre ein  Gerichtsverfahren  mit horrenden Kosten und unklaren Aussichten? Die BVV Pankow und das Bezirksamt können im Falle Karree Belforter Straße („Belle Kolle“) ein Lied davon singen. Wie dem auch sei. Es ist Gründerzeitstimmung für Investoren mit den bekannten Risiken und Nebenwirkungen für die Mieter.

Hartmut Dold

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Überall Klaus Groth!